DIE BEGEISTERNDEN ACHTZIGER
1983
Der amerikanische Rennfahrer Freddie Spencer gewann die Weltmeisterschaft der 500cc-Klasse auf seiner mit Castrol geschmierten Honda. Mit seinen 21 Jahren gewann er als jüngster Motorradrennfahrer den Titel. Seine Maschine, der dreizylindrige Zweitakter NS500, war eine Weiterentwicklung der NR500, bei deren Entwicklung Castrol Honda geholfen hatte.
1984
Honda brachte wie zuvor Suzuki und Yamaha einen vierzylindrigen Zweitakter ins Rennen, was zu einem regelrechten Dreikampf führte. Bisweilen beteiligten sich an der Spitze noch weitere Akteure, darunter eines der wichtigsten Teams, das italienische Cagiva-Team. Es wurden hervorragende Rennen geliefert, doch aus technischer Sicht wurde nur wenig Fortschritt erzielt. Gleichzeitig wirkten sich die Abgasvorschriften negativ auf die Zweitakter aus und die Grand-Prix-Rennen verloren als Arena zur Entwicklung neuer Technologien für Straßenmotorräder an Wert.
1986
Während sich die meisten Hersteller und Dachverbände an der Diskussion um die zukünftige Ausrichtung des Sports beteiligten, unterstützte Castrol weiterhin einige der erfolgreichsten Rennfahrer. So gewann z. B. 1986 der Venezolaner Carlos Lavado die Weltmeisterschaft mit seiner Castrol-geschmierten Yamaha 250.
1989
Gegen Ende der 80er-Jahre suchten die Hersteller weiterhin nach einer Möglichkeit, erneut eine Verbindung zwischen ihren Rennsportaktivitäten und den alltäglichen Produkten für die Straße herzustellen. Der Grand-Prix-Rennsport ist kostspielig und bedarf einer Rechtfertigung. Obgleich die meisten Technologien ohne die unmittelbare Nähe zu einer Rennstrecke entwickelt werden können, gewinnen Hersteller wertvolle Erkenntnisse aus der Rennumgebung.